Film auf der Arte Mediathek: Armes Schwein-Fettes Geschäft

Liebe Leute,

schaut Euch einmal diesen Film an. Er wird auch noch einmal am 27.06. auf Arte in der Früh wiederholt. Es lohnt sich!

1 Kommentar 20.6.19 11:08, kommentieren

Leserbrief vom 12.05.2019

Annemarie Bauersfeld : veröffentlich in der Goslarschen Zeitung, 12.05.19                                                  

Leserbrief zum Artikel: Agrarwissenschaften verteidigen Streifenprojekt  der GZ  vom  08.06.19 

Auch kleinteilige Agrarwüsten bleiben Agrarwüsten

Streifenprojekte sind nicht einmal so gut für den Insektenschutz wie die Blühstreifen an den Feldrändern. Denn aus der landwirtschaftlichen Praxis der Nitrat- und Pestizid verseuchten Feldern hat sich hier nichts verändert.

Laut Onno Poppinga, em. Prof. für Agrarpolitik gab es schon in den 90er Jahre Feldversuche in mehreren Bundesländern über 10-15 Jahre hinweg.  Hier wurde  die Stickstoffdüngung um minus 40% verringert. Die Erträge nahmen nur um 11% ab. Obwohl bei dieser Praxis auf eine zweite Pestizid- Insektizid-und Fungizid Spritzung verzichtet werden konnte, war letztlich der Leistungsgedanke der neoliberal ausgerichteten Landwirtschaft stärker als die tatsächlich angewandte Umsetzung in Hessen auf den "Hessenhöfen". Deshalb hatte sich dieser Ansatz nur ein paar Jahre gehalten (Unabhängige Bauernstimme Mai 2019).  

Auch der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat in seinen Leitlinien zum Insektenschutz klar und deutlich ausgedrückt, welche vielfältigen Umstrukturierungen in der Landwirtschaft und - Landschaft  dringend umgesetzt werden müssen. Wir brauchen eine Bäuerliche Landwirtschaft! Die Agrarpolitik darf nicht länger Konzerne bevorteilen. Die Agrarförderung muss aktiven Klima- und Umweltschutz in den Vordergrund stellen. Solange gespritzt und gedüngt wird, werden Tiere- und Pflanzen weiterhin (aus)-sterben.    

14.6.19 14:19, kommentieren

Glyphosat und Co

Glyphosat und Co. Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft

Dieser Vortrag wurde von der Kreisgruppe des NABU Goslar initiiert, und am 18.04.19 um 19.00 Uhr in Bad-Harzburg gehalten. Vortragender war Christian Scherb, vom Landvolk Braunschweig und Dr. Wedde.

Es ging um Pestizide, Herbizide und Insektizide und Fungizide. Der Vortrag lautete: Glyphosat und Co. Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft. In der Einleitung heißt es: "Christian Scherb vom Landvolk Braunschweig wird uns in seinem Vortrag in die Geheimnisse, der durch die Landwirte eingesetzten Pflanzenschutzmittel einführen. Der Vortrag wird sowohl die Naturschädlichen Aspekte wie auch die Aspekte des Landwirtschaftlichen Nutzens dieser Herbizide beleuchten".

   Der Agrarwissenschaftler und Bauer,  Dr. Wedde aus Ostharingen hielt im wesentlichen den Vortrag, eine Power -Point -Version, während ihn Herr Scherb, studierter Bauer aus Bredelem, ebenso aus dieser Region, unterstützte. Beide Vortragende haben landwirtschaftliche Betriebe, so um die 200 Hektar.

   Sie hatten die verschiedene Gifte (Spritzmittel) mitgebracht. Diese standen abgefüllt in Kanistern auf einem Schautisch. Kleinere Mengen, oft in Bonbonfarben und in Granulat Form wurden im Publikum herum gezeigt. Uns wurde erklärt, wie bei Medikamenten, seien die Nebenwirkungen aller Pflanzenschutzmittel auf langen Beipackzetteln aufgezeichnet. Die kleinen Packungen seien oft die teuersten, bis zu dreihundert Euro per 250 Gramm. "Nehmen Sie ruhig mal die Beipackzettel heraus und schauen sie sich diese an", wurde uns empfohlen. Alle Bauern würden Pflanzenschutzmittel verwenden, auch die Biobauern. Es liefe immer auf den Schutz der Pflanzen hinaus, so Herr Scherb. Zunächst drang kein Wort der noch in der Sprache der 50er Jahre des letzten Jhds. benutzten Begriffe wie Unkrautvernichtungsmittel und Schädlingsbekämpfung an unsere Ohren. Vorerst wurde von "Pflanzenschutz" geredet.  

   Der Vortrag wurde damit eingeleitet, darauf hin zu weisen, wie teuer diese Mittel alle seien. Und dass die Landwirte aufgrund der horrenden Preise bestimmt nicht zu viel davon verwendeten. Als übergeordneter Leitsatz wurde sich auf Paracelsus berufen. Er  habe schon gesagt, alles sei giftig, es käme nur auf die Dosierung an.

   Die Vortragenden haben vom Bakterienbefall der Blattläuse und von gefährlichen Virenbefall gesprochen. Aber kein Wort darüber, wie die Blattläuse zu den Bakterien und Viren gekommen sind.  Diese würden sich so schnell verbreiten und ganze Ernten gefährden. "Sie können sich vorstellen, wie der Ernteertrag dann ausfällt, sagte Dr. Wedde".

Ein Schaubild wurde aus der Versuchsanstalt der Hochschule Agrarwissenschaften in Göttingen gezeigt. Dort wird auf Versuchsfeldern mit unterschiedlichen chemischen Spritzmitteln experimentiert. Wie ein sehr kleines Versuchsfeld aussieht, wenn es von Viren der Blattläuse befallen ist, wurde gezeigt,  und wie viel Ernteausfall das hochgerechnet auf sehr viele Hektare bedeute, in Zusammenhang gebracht.

Und natürlich haben die Vortragenden, was den Befall der Felder betrifft, Wahrscheinlichkeitsgrößen angenommen. Es wäre notwendig, laut Herrn Scherb,  "Pflanzenschutzmittel" einzusetzen, denn alleine die Trockenperiode im letzten Sommer habe den Befall von Schädlingen enorm gesteigert.  

   Der Vortag steigerte sich mit dem Totschlagargument, die Weltbevölkerung habe sich so vergrößert und werde in 20 Jahren bei so und so vielen Milliarden sein. Die Landwirte,  (es wurde immer von Landwirten, nicht von Agrartechnikern gesprochen), seien besonders herausgefordert, um diese Bevölkerung zu ernähren, und so weiter und so fort

   Die Sprache der Vortragenden war die Alltagssprache. In diese hatten sie ihr spezielles Fachwissen, nämlich das über chemische Spritzmittel, die auf Versuchsfelder erprobt werden,   in ihrem Interesse auch übersetzt. Sie sprachen von der "Wahrscheinlichkeit", dass Pestizide wie Glyphosat schädlich für die Menschen seien.[1] Sie behaupteten, dass das "Risiko", dass Spritzmittel Menschen schade, genauso gering sei, als würden wir jetzt hinaus treten und ein Stein fiele uns auf den Kopf.[2] Die Studien, dass Glyphosat schädlich sei, wären veraltet. [3] Das Urteil in den Staaten wäre von Laien gemacht worden. Es sei überholt. Demnächst käme ein neues Urteil heraus. Die Vortragenden machten sich jedoch keine Mühe, eine reale Studie zu Glyphosat zu benennen.        

   Die Landwirte, behauptete Herr Scherb, bekämen die gesamte Schuld wegen des Insektensterbens aufgebrummt. Dabei wären Kleingärtner und die Bahn viel gefährlicher. Die Bahn spritze die Gleise schon immer mit Round up, das alte Wort für Glyphosat.

"Auch CRISPR/Cas,  das neue Genverfahren wäre sinnvoll", sagte Dr. Wedde.  Denn dann brauche nicht mehr so viel gespritzt werden. Sie würden ja schon mit neuen Düsen genau an die Wurzel spritzen, damit die Pflanze nur dort etwas abbekommt, wo es notwendig sei. Zur Anschaulichkeit wurden die Düsen aus Plastik in verschiedenen Größen herumgegeben.

   Danach folgten kleine Gläser, in der etwas Raps und ein oder mehrere kleine, schwarze Käfer  saßen. Der Rapskäfer war nach ihrer Sprache geurteilt, ein Schädling. Er habe aber auch gute Eigenschaften. "Sitzt er in der Blüte des Raps, hilft er sie zu bestäuben", so Herr Scherb.  Danach müsse er aber gespritzt werden, damit er keinen Schaden anrichte und sich vermehre, weil seine Larven dann die Blüte fressen würden. Deshalb müsse ein Landwirt, sagt Herr Wedde, immer auf den Feldern unterwegs sein und viel beobachten, damit er den richtigen Zeitpunkt für das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln ermittle und eben nicht zu viel davon spritze. Der Zeitpunkt der Käfervermehrung müsse deshalb genau abgepasst werden

   Herr Scherb erklärte uns, weshalb das Kraut der Zuckerrüben weg gespritzt werde. Hier spricht er ebenfalls nicht von chemischen Giften. Noch bis in die 60er Jahren verrichteten viele Landarbeiter diese Arbeit noch mechanisch. An dieser Stelle wird ein schwarz-weißes Schaubild gezeigt, auf dem Frauen, in unmodischen Kitteln gekleidet und in gebückter Haltung,  Rüben hacken. Heutzutage sei diese Arbeit, das Rübenhacken nicht mehr nötig, so Herr Scherb. Abrupt steht ein Mann aus dem Publikum auf. Es ist Herr Zein, ein Bauer aus Vienenburg und sagt empört, dass Biobauern Sklavenarbeiter aus Ostdeutschland für das Rübenhacken billig bezahlten. Einige Leute stimmten ihm zu.  

   Die Vortragenden beriefen sich immer wieder auf Dr. Gottschalk, Agrarwissenschaftler aus Göttingen, mit dem sie im engen Austausch stünden. Schaubilder von Versuchsfeldern wurden wissenschaftlich dargestellt, in Kurven und Diagrammen gezeigt, -  und auf die Leinwand geworfen. Es ging immer darum, zu zeigen, wie die Agrarwirtschaft die Erträge mittels Einsatz von "Pflanzenschutz" steigert. Pestizide, Fungizide und Insektizide seien wichtig und notwendig, ebenso dass Düngen mit Kunstdünger, so das Credo der Vortragenden.  Sie behaupteten, die Europäische Union bestimme die Anwendung der Spritzmittel. Und ob wir glaubten, dass die EU Kaffee als Spritzmittel erlauben würde? Die Frage war schon an sich grotesk. Aber sie peppte den Vortrag auf, zog ihn noch mehr ins Unterhaltsame. Natürlich wurde mit nein geantwortet,  weil Kaffee krebserregend sei. Und ob Bier- und Alkoholfreies Bier gespritzt werden dürfe. Selbstverständlich nicht, denn auch alkoholfreies Bier enthalte Alkohol und sei als Pflanzenschutzmittel zu giftig, scherzte Dr. Wedde. 

   Dr. Wedde  ist neben seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit auch bei der Landwirtschaftskammer angestellt. Sie würden zu den Bauern fahren und sie beraten wegen der Spritzmittel, sagt er. Ganz normale Leute könnten sie aber auch einladen und beraten,  zum Beispiel, wenn sie wissen wollten, wie deren Küche effizienter eingerichtet werden könne. Aus dem Publikum kommt zustimmendes Erstaunen.

Dr. Wedde und Herr Scherb betonten des Öfteren,  dass sie sachlich und fachlich diskutieren wollten, nicht emotional. Sachlich, habe ich gesagt, wäre dann wohl nur aus deren agrarwissenschaftlicher Sicht gemeint, ich sei Soziologin und käme aus einem anderen Wissenschaftszweig. Wie wir denn diskutieren sollten, seiner Meinung nach? Es gehe ihm immer darum, die Leute aufzuklären, beteuert Dr. Wedde. 

   Selbst Biobauern betrieben Pflanzenschutz, erklärt er.  Biobauern würden im Weinbau Kupfer spritzen und noch ein Zeug, das wäre auch erlaubt. Dazu präsentierte er Fotos. Ein Biobauer saß in Plastikbekleidung, die offensichtlich Schutzkleidung war, auf seinem Trecker in einer Wolke aus Spritzmitteln beim Spritzen seiner Weinreben.

   Die Vortragenden legten ausschließlich Wert auf ihre "agrarwissenschaftliche Sicht " in Bezug auf die Anwendung von chemischen Spritzmitteln in der Landwirtschaft.  Sie belegten ihre Sicht mit den neuesten Erkenntnissen aus den Versuchsfeldern. Dabei untersuchen sie die Pflanzen nicht im umfassenden Sinne. Sondern nehmen sie aus ihrem natürlichen Umfeld heraus, setzen sie auf ein Versuchsfeld, infizieren sie dann mit sogenannten Schädlingen (Bakterien und Viren verseuchter Insekten) und probieren dann die Wirksamkeit von Chemikalien auf den Tod von "Schädlingen" aus.

   Sie erforschen nicht, inwiefern die Pflanze unter den chemischen Giftmitteln leidet, ob sie sich gegebenenfalls im Verbund mit Wildkräutern auf natürlichen Wege gegen Insektenbefall wehren kann. Oder wie die Pflanze reagieren würde mit dem Wechsel von Fruchtfolgen auf kleineren Feldern oder auf einem anderen Boden. Stattdessen wird die Pflanze so hoch gezüchtet, bis sie den Chemikalien angepasst, funktionieren kann.  

   Es interessierte die beiden Vortragenden auch nicht, wie es den Tieren auf dem Feld und den Insekten, zum Beispiel den Bienen mit den chemischen Spritzmitteln geht. Es wird auch nicht von ihnen untersucht, was chemische Spritzmittel anrichten, wenn sie in das Grundwasser und in die Luft gelangen. Letztlich fällt aus dem Ressort ihrer agrarwissenschaftlichen Sicht wie es dem Menschen mit gespritztem Weizen geht. Kurz: Wie die Umwelt auf die chemischen Spritzmittel reagiert, wird aus agrarwissenschaftlicher Sicht gänzlich außer Acht gelassen.

   Die Vortragenden zeigten ihr computergesteuertes Monitoringprogramm. Das sei das modernste, denn man könne jetzt per Computer in Verbindung mit den agrarwissenschaftlichen Instituten genau bemessen, wann und wie viel der Spritzmittel auf die Felder komme. Im Lichte dieser Fortschrittlichkeit schlagen sie die Leute mundtot, weil niemand etwas davon versteht. Sie präsentieren ihre Statistiken, die von kleinen Versuchsfeldern stammen - und hochgerechnet werden und sprechen in diesem Zusammenhang immer wieder von der Ernährung der Weltbevölkerung. Sie präsentieren sich als diejenigen, die die Menschheit ernährt.  

   Dass 1/3 der weltweiten Ernte vergammeln würde, wenn nicht gespritzt werde,  sagte Dr. Wedde.  Diese Zahl habe ich dann in Frage gestellt -und gesagt, dass die Mehrheit der Bauern in der Welt noch immer Kleinbauen seien. Es sei lediglich der Traum großer Agrarbetriebe, die Weltbevölkerung zu ernähren.

Um ihre Statistiken an der Wand zu untermalen, sprachen sie von der Nachkriegszeit. Damals habe man,  um die hungernde Bevölkerung zu ernähren, die Felder vergrößert. Heute würden sie noch immer für die Ernährung der Bevölkerung sorgen. Das sehe man an den Lebensmittelpreisen. Niemals zuvor waren Lebensmittel so billig, sagten sie. Daraufhin meldete sich ein Mann aus dem Publikum. Er sagte, Lebensmittel seien viel zu billig. Es sollten mehr regionale Früchte angebaut werden und die sollten dann auch im Preis steigen. Was nütze es dieser Region, wenn immer mehr Mais und anderes für die EU angebaut werde, so der Fragende. Und bei den anschließenden Fragen kam immer wieder die Beteuerung, dass es doch bitte sachlich, nicht emotional zugehen sollte.

 

   Eine Imkerin hat sich zu Wort gemeldet und gesagt, sie habe einen Vortrag über die Wirkung von Pestiziden auf Bienen gehört. Dort sagte Professor Randolf Menzel, dass auf der Verpackung des Giftes, welches Bauern spritzten,  und welches jeder im Supermarkt kaufen könne, "Bienenverträglich" drauf stünde. Er klärte das Publikum auf: Auf der Packung stünde dieser Zusatz nur deshalb, weil die Bienen nicht sofort stürben. Allerdings werde das Bienengehirn so geschädigt, dass sie nach einiger Zeit den Weg nicht mehr zurück in den Stock fänden. Dort könnten die Bienen dann ihre Aufgabe nicht mehr wahrnehmen. Darauf antwortete der Vortragende Dr. Wedde, das sei Quatsch, denn man müsse wohl sagen, dass die Hummeln sterben, aber die Bienen seien ja über Jahrhunderte domestiziert und könnten die Spritzmittel vertragen. Sie kämen ja in Scharen und futterten den Raps.

   Kein Wort darüber, dass Bienen, Wildbienen und Hummeln bei der Bestäubung der Feldfrüchte unverzichtbar seien und den Obstbauern die Existenz sicherten.    

   Dann berichtete Dr. Wedde von der freiwilligen Verordnung des 30 Meter Grünstreifens. Die ganze Sache sei viel zu bürokratisch und zu aufwendig. Wenn man etwas über oder unter 30 Meter abzirkeln würde, gäbe es kein Geld. Die Bauern müssten alles peinlich genau kartieren und dokumentieren. Das sei auch bei der Verwendung von Spritzmitteln so. Und es würde auch kontrolliert werden von der Landwirtschaftskammer.

   Und die Landwirte in den USA hätten richtige Probleme, dozierte er weiter.  Denn diese verfügten nicht über die gleiche Technik und den Fortschritt dort in der Prärie, wie Bauern hier in Deutschland. In den USA gäbe es starke Einbrüche,  z.B. im Sojaanbau. Er sagte kein Wort davon, dass dort die Böden von jahrzehntelang angewandter Spritzmitteltechnik schon ausgelaugt seien.

  Der Vortrag war darauf aufgebaut, die Leute davon zu überzeugen und zu beweisen, dass alle Pflanzen den "Pflanzenschutz", d.h. chemische Spritzmittel benötigen. Auch Biobauern benutzen Pflanzenschutz. Jeder Gärtner benutze Pflanzenschutz. Es sei daher  völlig normal, Pflanzenschutzmittel zu benutzen. Was er verschwieg, war die Tatsache, dass es verschiedene Arten von "Pflanzenschutz" gibt. Die Vortragenden sprachen ausschließlich vom Pflanzenschutz und meinten chemische Gifte und Spritzmittel.     

   Landwirte arbeiteten mit sicheren Mitteln, sagten die Vortragenden.  Es gehe um kognitive Resonanzen des Pflanzenschutzes. Erklärt, was dies bedeute, wurde uns nicht.  Alles würde nach einem nationalen Aktionsplan für Pflanzenschutz vollzogen werden, so Dr. Wedde.  Alles sei wissenschaftlich geprüft, beteuerten beide Redner und sei von der Hochschule für Agrarwissenschaften in  Göttingen abgezeichnet. Dort,  an den eigene Versuchsfeldern überprüfe man  alle 10 Jahre die Pflanzenschutzmittel. Was die Vortragenden in ihrem Vortrag völlig außer Acht gelassen hatten, waren die naturschädlichen Aspekte der Herbizide.

   Einige der  ausgestellten Gifte hießen:

 "U46 M Fluid". Taifun forte: Cirkon, Goltix, Titan, und andere".

Aufwand: 3 Liter pro Hektar Herbizid;  Fungizid: Der Kanister kostet 148 Euro. Gesagt wurde   Fungizide seien gegen Pilze, dasselbe eben wie gegen Fußpilz beim Mensch.

Herbizid Dirigent SX 200g, 4 ha ungefähr für 8 Spotplätze,  U46 gespritzt gegen Gänseblümchen auf den Sportplätzen:

Taifun forte sei das Roundup, also Glyphosat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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