Spritzmittel verursachen das Vogel - und Insektensterben

Viele Vögel sind nicht mehr da!

Ein Artikel aus: chrismon 04.2018

 

Meise, Lerche, Fink und Star finden kein Futter für ihre Jungen. Was kann man tun? Der Vogelexperte Peter Berthold hat ein paar Ideen, wie man den Schwund wenigstens bremsen könnte.

Peter Berthold , Professor für Vogelkunde, war lange Jahre Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell am Bodensee. Er hat auch die Macher des oscarnominierten Films "Nomaden der Lüfte-das Geheimnis der Zugvögel" beraten. Und jetzt, im Ruhestand, kämpft er weiter für Naturschutz, etwas als Mitglied im Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung.  

Was würde mir fehlen, wenn es keine Vögel mehr gäbe?

Peter Berthold: Wahrscheinlich würden sie schwermütig werden, wenn sie nur noch durch tote Natur fahren, nur noch andere Menschen und Straßenlärm hören, aber nicht mehr dieses Vogelstimmenkonzert. Es rufen schon jetzt viele Leute bei mir an: Herr Berthold, wir machen uns allmählich große Sorgen, es kommen immer weniger Vögel an unser Futterhaus, das geht uns richtig aufs Gemüt! Andere Leute sagen: Wir fliegen nicht mehr nach Mallorca, sondern gehen hier spazieren, aber wir hören keine Lerche mehr singen! Oder einen Schwarm Stare wie früher, jetzt kommen mal zwei, drei Stück-das ist ja furchtbar!

Was ist passiert?

Wir verlieren Vögel und zwar immer schneller. Der Schwund ging bereits um 1800 los, war aber bis etwa 1950 relativ harmlos: 15 Prozent weniger Vögel. Seit 1980 ist es eine galoppierende Schwindsucht. Wir haben mittlerweile 80 Prozent weniger Vögel in Deutschland. Wo früher fünf Vögel zwitscherten, ist es heute nur noch einer. Derzeit verlieren wir jedes Jahr etwa ein Prozent unserer Vogelindividuen. Auf jeden Einwohner Deutschlands kommen gerade noch anderthalb Vögel.

Wieso sterben uns die Vögel weg?

Ihre Lebensräume werden vernichtet, sie finden keine Nahrung mehr. Bei den Insekten geht der Schwund noch schneller, die werden zusätzlich noch vergiftet durch die Pestizide im Ackerbau. Die Roten Listen der gefährdeten Arten werden immer länger. Eine Schande für eine Kulturnation!

Warum haben dann manche Vogelarten zugenommen - trotz der feindlichen Umwelt? So charismatische Arten wie Uhu, Storch, Seeadler?

Das ist einfach zu beantworten: Den Uhu, der fast ausgerottet war, züchtete man nach; der kann jetzt ganz gut leben, weil es am Rand der Städte mittlerweile so viele Ratten gibt. Dass wir wieder ein paar mehr Störche haben, liegt daran, dass wir nachgezüchtet haben, ausgewildert und zugefüttert. Aber

in Mecklenburg-Vorpommern, unserem eigentlich besten Storchenland, nehmen die Störche weiter ab. Warum? Weil all die herrlichen Wiesen, wo der Storch sein Essen findet, umgewandelt werden in Maisfelder, Getreidefelder, Kartoffelfelder. Beim Seeadler gibt es gut 500 Paare - da wird jeder einzelne Horst bis zum Ausfliegen der Jungen bewacht.

Wo ist denn dann der Schwund?

Bei über der Hälfte der Vogelarten. Es gibt keine "Allerweltsarten" mehr. Ja, Kohlmeise oder Amsel kommen noch recht häufig vor, aber der Star, die Schwalbe, die Feldlerche waren auch mal sehr häufige Vögel.

Die Feldlerche ist die, die sich über einen Acker spiralig hochschraubt und dabei ununterbrochen trillert?

Genau. Es gibt nur noch Restbestand an Lerchen. Weil unsere Felder als Lebensraum überhaupt nicht mehr taugen. Das "Unkraut" ist rausvergiftet. Früher verfütterten die Lerchen die Insekten auf diesen Wildkräutern an ihre Jungen, sie selbst fraßen die Wildkrautsamen. Die Lerche findet keinen Platz mehr zum Brüten, sie brüten ja am Boden. Die Felder sind inzwischen so dicht gesät. Und dann noch meist mit Wintergetreide, das wird im Herbst gesät und ist im Frühjahr schon so hoch, dass die Lerche keinen Fuß auf den Boden bekommt. Früher hat man gesagt: "Der Himmel hängt voller Lerchen." Das können sie heute weit suchen. Da müssen sie nach Ostpolen, nach Rumänien, nach Bulgarien.

Reicht das nicht, wenn es in Rumänien noch genügend Vögel gibt?

Nein, wir brauchen auch hier viele Vögel. Überhaupt viele Arten, also viel Biodiversität (Vielfalt an Pflanzen und Tieren, Insekten). Das ist unsere Überlebensversicherung. Wenn es zu weinig Arten gibt, wird das Ökosystem (meint: alles ist mit allem verbunden) instabil, dann genügt ein einziger neuer Schädling, und unsere Ernte ist vernichtet. Nehmen Sie den Obstbau hier am Bodensee.

Die Plantagen werden heute 25-mal im Jahr gespritzt. Da geht kein Vogel mehr rein. Deswegen freuen sich jetzt die Schädlinge wie die Kirschessigfliege, die neu zu uns gekommen ist. Gegen die helfen keine Insektizide. Die Spätkirsche letztes Jahr konnte man nur wegwerfen.

Und was hat das mit den Vögeln zu tun?

In meinem gemischten Obstgarten, ein Hektar groß, hab ich etwa hundert Nistkästen hängen. Meine Obstbäume werden jeden Tag bestimmt zehnmal von Meisen durchsucht. Bis die Kirschessigfliege zum Zug kommt, ist die Ernte längst eingebracht.

Sie kritisieren die "industrielle Agrarlandschaft"- was genau stört Sie ?

Die ausgeräumte Landschaft. Man hat alle Hecken, Bäume, Sträucher gerodet, damit man mit den Landmaschinen ohne Umwege die Äcker bearbeiten kann. Man hat Tümpel und feuchte Mulden zugeschüttet. Und man bringt jede Menge Gift aus. Früher waren auf den Feldern geschätzt 70 Prozent Nutzpflanzen und 30 Prozent Wildkräuter - und die waren die Abstandhalter gegen überspringende Krankheiten. Heute sind es meist 99,9 Prozent Nutzpflanzen.

Aber wir haben doch so viele Naturschutzgebiete!

Die meisten Schutzgebiete sind zu klein, sie liegen zu weit auseinander, und sie bieten zu wenig Schutz: Wiesen dürfen weiter gemäht werden, egal wie viele Vogelnester drin sind, Spaziergänger lassen ihre Hunde frei laufen.

Wie schlimm ist ein freilaufender Hund?

Der Kiebitz zum Beispiel, eine Vogelart, die bald ausgestorben sein wird, sagt sich: Um Gottes willen, Wolfsland! Hier ist mein Nest nicht sicher. Abgesehen von ein paar wenigen- wie dem Federsee in Oberschwaben mit seiner großen unbetretbaren Kernzone-, funktionieren die meisten Naturschutzgebiete nicht gut.

Auch Gärten machen fast vier Prozent Deutschlands aus. Können die vielleicht der Tierwelt nützen?

Ja, wenn man die so gestalten würde, wie mein Garten aussieht. Ich habe 500 Quadratmeter, vollständig bewachsen mit Bäumen und Sträuchern und Stauden, dazu Nistkästen und Vogelfutterstellen. Es brüten jedes Jahr 15 bis 20 verschiedene Vogelarten bei mir.

Was halten Sie von Deutschlands Gärten?

Zu über 90 Prozent sind das Psychopatengärten mit runtergehobeltem Psychopatenrasen. Es ist eine Frechheit, ein Stück des von Gott gegebenen Landes so zu missbrauchen! Wenn ich Kaiser von Deutschland wäre, würde ich ein Dekret erlassen: Ab 1 Januar 2019 hätte jeder Garten so und so bepflanzt zu sein, und wer das nicht macht, dem wird der Garten weggenommen. Dann bekämen andere den Garten, zum Beispiel Flüchtlinge, die würden da Gemüse anbauen, Zwetschgen, Äpfel - wunderbar. Wenn alle Gärtner naturnah wären, dann hätten wir deutschlandweit einen Biotopverbund.

Klingt nach einer Riesenaktion...

Nein, es reicht oft wenig, um sofort eine gewisse Biodiversität (Vielfalt an Pflanzen und Tieren) zu erhalten. Wenn ich in großen Städten bin, zähle ich morgens vom Hotelbett aus die Vögel, die ich durchs offene Fenster höre. In einer Nebengasse beim Kölner Dom, reine Betonwüste, hörte ich zum Beispiel eine Mönchsgrasmücke. Später guckte ich mir die Umgebung an und stellte fest: Mensch, da ist ein ganz kleiner, toller Garten, an der Hauswand wächst Efeu hoch, oben ist ein begrünter Balkon, drüber ein Dachgarten. Schon hat man kleine Oasen, wo lauter Viecher drin sind.

Nun sind Sie nicht unser Kaiser, sondern wir haben eine gewählte Bundesregierung. Die hat sich in internationalen Abkommen verpflichtet, das Artensterben zu stoppen, also auch den Vogelschwund, und zwar bis 2020. Wieso geht es trotzdem mit den Vögeln weiter bergab?

Weil das reine Absichtserklärungen waren, nur Geschwätz und Papier, ohne dass irgend etwas gemacht worden wäre, dass die Roten Listen nicht länger werden.

Setzen Sie noch Hoffnung auf die Politik?

Auf die Politik nicht. Aber auf die Bevölkerung. Jetzt gilt es anzupacken. 

 

   

22.6.18 10:18, kommentieren

Verlust der Vielfalt!

Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) sind seit Beginn der Industrialisierung der Landwirtschaft weltweit bereits etwa 75% der Kulturpflanzensorten verloren gegangen. In Industriestaaten sind es sogar 90%!

Brauchen wir die Vielfalt wirklich?

Ja, unbedingt!

Weil Vielfalt einfach schön ist? Auch deshalb. Weil sie schmeckt und gesund ist: Industrielle Zuchtauslese hat den Geschmack vernachlässigt und sekundäre Pflanzenstoffe meist ignoriert. Weil sie ökologisch ist: Die Vielfaltssorten mit ihrer Anpassungskraft ermöglichen den Verzicht auf Agrarchemie. Weil sie sozial ist: Die Vielfalt unserer Nutzpflanzen ist ein Werk von vielen und auch nur in der Gemeinschaft zu erhalten. Das verbindet uns nicht nur mit den Pflanzen, sondern auch mit den Menschen. Und jede(r) kann mitmachen. Weil sie demokratisch ist: Die Vielfalt der Sorten ist unser gemeinsames kulturelles Erbe - es gehört uns allen und niemandem privat. Weil sie uns unabhängig macht: Wenn wir die Saatgutproduktion wieder selbst in die Hand nehmen, sind wir unabhängig von Konzernen, die uns diktieren, was auf dem Feld und im Garten wächst und auf unseren Tellern landet. Und die Vielfalt ist notwendig für unser Überleben!

Denn nur ein großer Genpool ermöglicht es uns, Sorten zu entwickeln, die sich an Umweltveränderungen anpassen. Die enge Auswahl an Industriesorten und vor allem die genetisch bewusst eingeschränkten Hybride können das nicht leisten. Man kann auch nicht nur mit einem Schraubendreher  ein Haus bauen.

Wer, wenn nicht wir?

Um den Erhalt der Vielfalt müssen wir uns schon selber kümmern! Die Industrie schützt nur das, was sich vermarkten lässt. Genbanken konservieren die Vielfalt, sie erhalten sie nicht lebendig innerhalb der natürlichen Lebensräume der Pflanzen. Sie steht als "genetische Ressource" zwar in Zukunft zur Verfügung, jedoch ohne an die aktuellen Bedingungen angepasst zu sein. Also: Nehmen wir die Saat wieder in die Hand! Wir können das, wir machen das schließlich schon 12.000 Jahre!

Saatgut ist Kulturgut!

Das Wissen um die Vermehrung von Nutzpflanzen haben wir in den letzten Jahrtausenden mühsam erworben und von Generation zu Generation weitergegeben. In den letzten Jahrzehnten haben nur wenige die Kulturtechnik der Saatgutgewinnung gelernt. Dieses Wissen droht weiter verloren zu gehen. Und mit ihm die lokalen Sorten, die lebendiges Erbe unserer Vorfahren sind. Dürfen wir dieses Erbe nach all der Zeit einfach ausschlagen?

Schutz durch Nutzung wird verhindert

Die Saatgutindustrie setzt alles daran, Monopole für ihre Sorten zu erzielen:

Die großen Saatgutkonzerne lassen sich die von ihnen entwickelten Sorten rechtlich schützen. Geistiges Eigentumsrechte wie Patente und Sortenschutz sichern den Konzernen exklusive Nutzungsrechte. So ist der Nachbau verboten oder es werden hohe Lizenzgebühren verlangt, selbst wenn Landwirte Saatgut eigener Ernte tauschen oder verkaufen.

Behörden kontrollieren den Handel mit Saatgut- nur amtlich zugelassene Sorten dürfen in Verkehr gebracht werden. Dafür müssen sie industriefreundliche Kriterien erfüllen. Hybridsorten werden bei der Vermehrung nutzlos. Sie müssen jedes Jahr neu gekauft werden. "Terminator-Technologien" sorgen per Gentechnik dafür, dass Pflanzen keine keimfähigen Samen bilden. Die Vereinte Nationen haben sie vorübergehend verboten.

 

 

26.4.18 21:46, kommentieren

Wer sie Saat hat, hat das Sagen!

2.Auflage 2018 Text und Gestaltung: Projekt "Vielfalt bewahren-wie geht das?" des Dachverbandes Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e.V.

Wer die Saat hat, hat das Sagen! So ist es heute

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Landwirtschaft zunehmend industrialisiert. Der Landwirt von heute baut im großen Stil Nutzpflanzen an, kontrolliert jedoch nicht mehr den gesamten Kreislauf der Pflanze. Die Pflanzenzüchtung und die Herstellung von Saatgut ist in der Hand von wenigen, zum Teil sehr großen Industrieunternehmen, die die vielen kleinen Pflanzenzüchterbetriebe weitgehend aufgekauft haben.

    Die zehn größten dieser Unternehmen verkaufen weltweit 75% des Saatguts. Fünf davon sind Chemiekonzerne. Sie sorgen dafür, dass neue Nutzpflanzensorten, die für die Bedürfnisse der industriellen Landwirtschaft entwickelt wurden, meist nur mit Agrarchemie die versprochene Leistung erbringen. Industrielle Landwirtschaft und damit die Ernährung in Industrieländern ist heute weitgehend von großen Agrochemiekonzernen wie Bayer, BASF, Monsanto und Syngenta abhängig.

   Produziert wird nur, was sich in großen Mengen verkaufen lässt. Immer weniger samenfeste Sorten werden angeboten, immer mehr Hybride drängen auf den Markt. Auch viele der Gemüsesorten im Handel sind oft Hybride. Das gilt auch für Bio- Gemüse!

 Betroffen  sind davon auch die Hobbygärtner. Denn in Baumärkten und Gartencentern bekommt man von Möhren, Kohl, Spinat, Gurken und Tomaten meist nur noch Hybridsorten. Und die meisten dieser Hobbygärtnersorten sind gar nicht  für den Anbau im Garten entwickelt, sondern es sind die Sorten für die industrielle Landwirtschaft verpackt in kleineren Tütchen.

Wie wird die Welt ernährt?

In den Ländern des globalen Südens versorgen überwiegend Kleinbauern die Bevölkerung und bauen traditionelle Sorten an. Doch diese Form der Versorgung ist bedroht: Die multinationalen Konzerne greifen weltweit nach Land und verdrängen, oft mit gentechnisch veränderten Pflanzen, die traditionellen Sorten. (Einschub: Autorin: Bauersfeld. "Wie ich schon zuvor beschrieben habe, ist Bill Gates jetzt dabei, in diesem Geschäft mitzumischen".

Was sind Hybride?

Die heute den Markt dominierenden Hybride (lat. für "Mischung" werden mit viel Aufwand und oft mit gentechniknahen Methoden hergestellt. Zunächst werden mittels Inzucht die jeweils gewünschten Eigenschaften (z.B. Form, Farbe, Größe oder Widerstandsfähigkeit) über mehrere Generationen verstärkt. Dann werden zwei Inzuchtlinien gekreuzt und es entsteht in der nächsten Generation- in der Fachsprache "F1" (Abkürzung für "erste Filialgeneration" nach lat. filia=Tochter) Hybridsaatgut. Aus diesen F1 Saatgut wachsen Pflanzen, bei denen die erwünschten Eigenschaften besonders stark ausgeprägt sind und die besonders wüchsig, gleichförmig und ertragreich sind. Allerdings verpufft dieser "Hybrideffekt" schon in der folgenden Generation. Saatgut aus der eigenen Ernte ist nicht mehr nutzbar. Wenn Samen von Hybridpflanzen geerntet und ausgesät werden, gehen die sortenspezifischen Eigenschaften verloren. Hybridsaat ist " Einweg- Saatgut!"

Hybridsaatgut erkennt man an der Abkürzung "F1" oder der Bezeichnung "Hybride".

So war es früher:  

Obst und Gemüse wurden in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben und Hausgärten angebaut. Jedes Jahr wurde von dem anbauten Gemüse Saatgut für den Anbau in der nächsten Saison gewonnen. Landwirte und Hausgärtner waren zugleich auch Pflanzenzüchter. Sie entwickelten durch Auslese und Saatgutgewinnung samenfeste Sorten mit für sie günstigen Eigenschaften. So entstanden über Jahrhunderte optimal an die Bedingungen der Region angepasste Nutzpflanzen und eine riesige Vielfalt an Sorten.

Was heißt denn samenfest?

So nennt man Saatgut von Pflanzen, die sich mit traditionellen Methoden (z.B. Bestäubung durch Insekten)vermehren lassen, ohne ihre sortenspezifischen Eigenschaften zu verlieren. Das heißt, dass aus ihren Samen wieder Pflanzen wachsen, die gleiche Eigenschaften haben und so aussehen wie ihre Elternpflanzen. Samenfestes Saatgut ist "Mehrweg-Saatgut"!

Gärtnern im Kreislauf von Samenkorn zu Samenkorn: Wer die Saat hat, hat das Sagen!

Wie konnte es so weit kommen?

Zum Teil war die sogenannte "grüne Revolution" auch ein Segen. Höhere Erträge, gleichförmige und mit Maschinen erntbare Früchte, gute Lager - und Transportfähigkeiten: Am anderen Ende der Welt produzierte Früchte kommen adrett in die Supermärkte und auf unsere Teller. Wir sind endlich von der Last befreit, unser Essen selbst produzieren zu müssen. Und wenn wir als Hobbygärtner selbst Gemüse anbauen, können wir auf vorgezogene, veredelte Pflanzen und eine Vielzahl bunter Saatguttütchen zurückgreifen und haben keine Arbeit mit der Saatgutgewinnung. Doch so geht die Vielfalt verloren.

Verlust der Vielfalt

26.4.18 20:36, kommentieren